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Luzern geniesst 2010 - die Luzerner Küche
Die Luzernerinnen und Luzerner müssten zu den grössten Schleckmäulern gehören: Als typische Luzerner Spezialitäten gelten vorab die "Chügelipastete", Lebkuchen und "Birnenweggen".
Doch in Wirklichkeit war die Luzerner Küche eine bäuerlich-einfache: Der "Chün-geli-braten" war der Braten des armen Mannes. Es gab "Schnitz und drunder" (Eintopf mit Äpfeln, Birnen und Kartoffeln) oder "Lozärner Chässoppe", ein Brot-Käse-Mus, das nur entfernt an Fondue erinnert. Natürlich gab es "Schwynigs" auf jede Art.
Das Huhn endete damals eher als altes Suppenhuhn denn als junges "Mistkratzerli" auf dem Teller. Fischgerichte waren kaum verbreitet, und die besten Fische, nämlich die Grossfelchen (Balchen, Ballen) waren lange noch den "Ballenherren" der Oberschicht vorbehalten, schöne Hechte sowieso.
Der bekannteste Luzerner Küchenklassiker, die "Chügelipastete", ist ein Überbleibsel aus der einstigen aristokratischen Küche des Luzerner Ancien Regime: Eine üppige Pastete mit Kalbfleisch, Kalbsmilken, "Schweinsbäggli", Rosinen und Champignons, die sich das Volk früher schlicht nicht leisten konnte.
Die Luzerner Bauern produzieren heute Qualität. Das gilt auch für die Weinbauern. Der Luzerner Weinbau hat sich in den letzten 50 Jahren auf faszinierende Weise entwickelt. Luzerner Winzer erhalten regelmässig Auszeichnungen.



